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Dr. Günther Bergmann (MdL) beim Niederländisch-Deutshen Businessclub in Kleve

     

Dr. Günther Bergmann (MdL) beim Niederländisch-Deutschen Businessclub in Kleve

Trotz offener Grenzen und enger Verflechtungen der Wirtschaft beider Länder findet die deutsch-niederländische Grenzregion zu wenig Beachtung im Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalens. Dies bemängelte Dr. Günther Bergmann, Mitglied des Landtags von NRW, jüngst in seinem Vortrag vor Mitgliedern des Niederländisch-Deutschen Businessclubs in Kleve. Durch die Öffnung der Grenzen seit dem Vertrag von Schengen sollte eigentlich just die Grenzregion besser dastehen als zuvor. „Aber die Landespolitik orientiert sich leider noch zu wenig an den Bedürfnissen der Menschen und Unternehmen an der Landesgrenze“, sagte der Kreisklever CDU-Politiker. In Düsseldorf sei das Bewusstsein für die besonderen Interessen der niederländisch-deutschen Grenzregion nicht sehr ausgeprägt. „Das Wort Euregio kommt in den Planungen nicht mal vor, obwohl gerade diese Regionen dem Land Nordrhein-Westfalen viele Chancen eröffnen.“ Als Beispiel nannte Bergmann die dynamische Entwicklung des „Knooppunt Arnhem-Nijmegen“, durch die es dort nur wenige Kilometer jenseits der „Grenze“ zu einer Verdreifachung der Einwohnerzahl auf 1,5 Millionen komme.
Nach wie vor habe man auf deutscher wie auf niederländischer Seite häufig nur den eigenen Hinterhof im Blick, wenn es um notwendige Entwicklungen im Bereich Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Hochwasserschutz oder Bildung geht. „Dabei ist zum Beispiel die Verkehrsinfrastruktur für die arbeitsteilige Gesellschaft wie der Blutkreislauf für den menschlichen Organismus“, betonte Bergmann. Angesichts der Warenströme und der zunehmenden Belastungen der Verkehrsinfrastruktur, des Bedarfs an gut ausgebildeten Fachkräften in der Grenzregion sowie der Erfordernisse eines wirksamen Hochwasserschutzes sei mehr gemeinschaftliche grenzüberschreitende Planung für die Zukunft unerlässlich. Und zwar aus dem Blickwinkel der Region.

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