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"Gemeinsam sind Nachbarn stärker"



„Gemeinsam sind Nachbarn stärker“

Der Gouverneur der niederländischen Provinz Limburg Theo Bovens zu Gast beim Niederländisch-Deutschen Businessclub in Kleve

Die Maut wolle er an diesem Tag nicht kommentieren, stichelte mit einem Schmunzeln Theo Bovens (57) gleich zu Beginn seines Vortrags beim „Jour Fix“ des Niederländisch-Deutschen Businessclubs in Kleve. Wohl aber dass es andere, trotz offener Grenzen ärgerliche bürokratische Hindernisse gebe, die einer optimalen Zusammenarbeit zweier natürlicher Partner in der Grenzregion nach wie vor im Wege stünden. Dabei habe die Provinz Limburg, so ihr Gouverneur nicht ohne Stolz, heute das Zeug, nicht nur die Niederlande, sondern auch Nordrhein-Westfalen „wirtschaftlich stärker zu machen“. Und verwies dabei auf die erstaunliche Entwicklung vom ehemals agrarisch geprägten Paria im äußersten Südosten der Niederlande zu einem prosperierenden Wirtschaftstandort, der heute einen nicht geringen Anteil am Bruttoinlandsprodukt der Niederlande stemmt.

Dabei sah es nach dem großen Zechenschließen Mitte der Sechzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts zunächst gar nicht danach aus. Nach anfänglicher Lähmung und drastisch gestiegener Arbeitslosigkeit jedoch hat Limburg sich berappelt. Die Automobil- und Chemieindustrie im Süden der Provinz, die Gründung von Universitäten und Hochschulen in Maastricht und Venlo, das größte zusammenhängende Gartenbaugebiet Westeuropas um Venlo und Straelen mit einem Umsatz von € 364 Millionen jährlich sowie eine Vielzahl an Startups im Bereich nachhaltiger Produktion sind Beispiele für einen ungeahnten Schub, dessen Strahlkraft auch NRW trifft.

„Selbstverständlich sehen sich Unternehmer von beidseits der ‚Grenze‘ nach wie vor mit unnötigen Hindernissen konfrontiert und brauchen wir Organisationen wie EURES oder das 2015 an der Universität Maastricht auf den Weg gebrachte Institut für Grenzfragen item, um das Dickicht an Regeln zu lichten, die Arbeitnehmer daran hindern, den Schritt über die ‚Grenze‘ zu wagen“, erläuterte Gouverneur Bovens. Bessere und grenzenlose öffentliche Verkehrsverbindungen seien dafür natürlich eine conditio sine qua non, und hier sei noch Einiges zu tun.

Dem konnten Stephan Jungen, Projektmanager der NRW.Invest GmbH, und Nico Herzig, der die wirtschaftlichen Interessen der Provinz Limburg in Düsseldorf vertritt, sowie Freddy Heinzel, der Vorsitzende des Businessclubs, in der anschließenden Diskussion nur zustimmen. Die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest ist dazu da, international operierende Unternehmen an Geschäftspartner in NRW zu koppeln und Unternehmern Zugang zu verschaffen zu Universitäten und Hochschulen, derer es in Nordrhein-Westfalen immerhin 70 an der Zahl gibt. „Spricht doch eigentlich alles dafür, dass wir mit einander ins Geschäft kommen, oder?“, so Gouverneur Bovens. „Gemeinsam sind Nachbarn stärker.“

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